De lütt Werkstatt-Galerie

…ein Ort für Kunst und lernen

Archiv für zeichnungen

Monatsbild Juni 2014

Illustration
1973

 

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Monatsbilder September

Blick auf die St-.Goarshausen

Auch diesmal eine Skizze von der Wanderung am Rhein. Der Blick auf die Burg Maus und St. Goarshausen.  Als Technik hier eine Steinradierung mit der man elegant das „Verätzen“ einer Kreidezeichnung vermeiden kann. Es sind 2 Versionen, eine davon als Farbdruck.

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13-9 + 10
Lithographie
12x 18 cm

€ 50,- je Blatt

Der bildende Künstler als billiger Werbeträger.

Mit Kunst kann man Geld machen! Selten die Produzenten, meist die „Förderer“ ! Wer sich das Emblem „Kunstförderung“ auf das Revers heftet, steht als Mäzen strahlend da.

Da sind Politiker als erstes zu nennen. Sie vertreten den Staat und damit die „Gesellschaft“. Diese hat die Künstler als Freischaffende eingestuft und sie von einer „Gewinnabsicht“ abhängig gemacht. Das bedeutet, wenn ein Künstler es nach einer Reihe von Jahren nicht geschafft hat sich damit Einnahmen zu verschaffen, so ist er eben nur ein Hobbykünstler und kann Ausgaben für seinen Beruf nicht mehr geltend machen. Was für einen Gewerbetreibenden logisch erscheint, ist für eine Berufskünstler das Ende, denn er fliegt aus der Sozialkasse raus. Das bedeutet noch weniger Aussicht auf Rente als überhaupt. Jeder Gewerbetreibende kann sich nämlich auf den Markt einstellen, wie es eine Mitarbeiter der Oberfinanzdirektion Frankfurt telefonisch zum Ausdruck brachte: „Ei, wenn Sie Tische bauen un die nicht verkaafe kenne, ei dann mache sie ebe Stühlscher!“ So einfach ist das aus Sicht des Finanzamtes, die ja die Vorgaben der Politik umsetzen müssen. Also werden im Jahre 20.. nur lila Bilder gemalt, denn das ist Marktgerecht!

Ähnlich, aber aus sicher anderen Gründen heraus, verhalten sich die Berufsvertretungen der Künstlerschaft. Ein Vergleich: Die Firma Ford möchte Mitglied in der Interessenvertretung der Automobilhersteller werden. Dazu muß sie einige der von ihr gefertigten Modelle zur Begutachtung einreichen und wenn die Jury die für gut befunden hat, wird sie aufgenommen. Bei jeder Autoausstellung werden dann allerdings die Modelle erneut geprüft und ggf. abgelehnt. So ähnlich ist das Aufnahme- und Auswahlwahlverfahren beim BBK. Die Schleswig-Holsteiner haben dann noch eine Vereinbarung mit der Landesregierung, danach darf letztere nur von Künstlern ankaufen, die schon dreimal in der Landesschau vertreten waren! Aber, die wenigstens hat noch vor ein paar Jahren angekauft!

Das Galerien und Vermarkter als Gewerbetreibenden auf ihren Gewinn bedacht sind, liegt in der Sache begründet und kann nicht beanstandet werden. Wenn aber Einrichtungen mit Kunstmarkt, Ausstellungen oder ähnlichen Aktionen für sich werben und Künstler als
Werbeträger benutzten, ohne eine Honorar zu zahlen, dann ist das schäbig zu nennen. Der freundlichen Hinweis, es könnte ja verkauft werden, zieht aus dem oben angeführten Grunde nicht. So macht ein Veranstalter mit einer Kunstmarktaktion einen satten Gewinn, selbst nach Abzug der Unkosten. Bei etwa 80 Ausstellern werden von denen „nur“ 80-90,- € kassiert und dann zahlen etwa 3000-4000 Besucher nochmal 5,- € Eintritt um die Arbeiten zu betrachten, die dem Veranstalter weder gehören noch gemietet sind. Mit Musikveranstaltungen läßt sich dagegen kaum Geld machen. Zum einen hält die GEMA die Hand auf und die Musiker möchten selbstverständlich auch ein Honorar haben. Wenn diese dann noch ihre CDs verkaufen findet da niemand was dabei. Das arme Künstlerschwein steht dann staunend da, wenn er bei einer Vernissage zu einer Ausstellung im „Rathaus“, die ja nichts kostet, mit einer „kleinen“ Summe für Getränke und Musik zur Kasse gebeten wird und die Musikerkollegen, die von ihm bezahlt werden, ohne mit der Wimper zu zucken ihre Aufnahmen verhöckern.

Das alles gilt allerdings für Berufskünstler und nicht für Liebhaber der Malerei und Plastik. Wenn solche Leute auf einer Ausstellung 80,- € Standgeld bezahlen und dann für 100,- € eine Arbeit los werden, haben sie Gewinn gemacht. Nicht so der Profi, der keine Einnahmequelle im Hintergrund hat und der für Sozialversicherung und Steuer aufkommen muß. Bei der Steuererklärung können aber nicht unbegrenzt Ausgaben geltend gemacht werden, siehe oben.

Kunst ist nicht zum Wettbewerb geeignet und darum geht es hier nicht um die Qualität der Arbeiten von Profi-oder Hobbykünstlern, sondern ob jemand sein Leben ganz der Kunst widmet oder eben nur aus Liebhaberei. Für die Gesellschaft sollte die wirkliche Förderung der Berufskünstlerschaft angelegen sein, denn nur durch diese ist die Kontinuität der Kunst als Ausdruck der Zeit gewährleistet. Jeder Hobbykünstler kann, aber muß nicht, jeder Berufskünstler muß arbeiten und ist bereit dafür ein Leben am Rande zu führen. Ob er Anerkennung in Form von Ankäufen erhält oder nicht, darf nicht das Kriterium sein

Beispiel: Vermeer van Deflt, obwohl der meist kopierte Maler aller Zeiten, hat nur wenige Bilder verkauft im Gegensatz zu Rubens oder Rembrandt, ist er schlechter. Ausnehmen lassen sollte sich derKünstler nicht, aber er muss es, denn er ist ja darauf angewiesen sich zu zeigen und so bleibt ihm nichts übrig als ein billiger Werbeträger für Möchtegern Mäzene zu sein.

Beispiel aus dem östlichen Deutschland:

  1. Man kauft eine historische Schloßanlage.
  2. Man renoviert und baut ein Hotel mit Fördermitteln aus Region, Land Bund und EU.
  3. Man macht Werbung als „Kunstzentrum“ mit Fördermitteln, und veranstaltet Ausstellung und „Events“ Bezahlen läßt man das die Künstler: Miete der Stellfläche, Beteiligung an Werbung und Einladung für Vernissage ( und wenns nicht reicht auch „Finissage) und natürlich Prozente für ggf. Verkäufe.

Da sage einer mit Kunst ließe sich kein Geld machen.

Monatsbild Juli 2011

Wer guckt denn da?
Monotopy mit Zeichnung
15 x 5 cm



Sonderpreis: € 30,-

Zeichnungen



Die Zeichnung ist Malerei mit Stift, Feder oder auch Kreide. Manchmal dient sie der Vorbereitung einer Grafik oder Malerei, manchmal steht sie für sich selbst. Sie kann von einer ausgefeilten minutiösen Darstellung bis zur schnellen Skizze alles sein. Bei wissenschaftlichen Arbeiten ist die Zeichnung besser geeignet das Objekt darzustellen als die Fotographie. Die vielfältigen technischen Möglichkeiten führen zu immer neuen Ergebnissen und machen vielfach den Reiz für den Künstler aus. Beispiele folgen in Kürze.