De lütt Werkstatt-Galerie

…ein Ort für Kunst und lernen

Archiv für Rückblick

Ein Rückblick: das Dunkel birgt das Licht – oder – meine Liebe zu Kunstdruck

Sehr früh interessierte ich mich für künstlerische Handdruck – Techniken. Als erstes und einfachstes war es der Hochdruck, zuerst Linol- und dann Holzschnitt. Dabei lernt man dann, im Gegensatz zum Zeichnen und Schreiben mit dunkel auf hell beim Hochdruck das Licht darzustellen. Würde man es anders machen, so ergäbe es ein Negativ. Wie die Karos auf einem Schachbrett, entstehen die weißen Felder durch die Umrahmung von den Schwarzen und umgekehrt. Dieses Prinzip fällt vielen Menschen erst einmal schwer, ist aber der Schlüssel zur bildnerischen Gestaltung schlechthin, siehe Rembrandt!

Oder von mir.

für einen Gitarrenbauer

für einen Gitarrenbauer

Am Holzschnitt reizte mich vor allem aber die Struktur, die das Linoleum aber auch die gewöhnlich für den Holzschnitt gedachten Holzplatten nicht haben. Darum suche ich mir Bretter mit entsprechendem Faserverlauf, den ich durch abbrennen und Stahlbürste heraus arbeite bevor ich mit der Gestaltung anfangen kann. So entstanden eine Reihe von Arbeiten von denen hier ein Auswahl zu sehen ist.

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Ein Rückblick: die Bergstrasse und immer wieder die Bergstrasse

Mit dem Bezug des Ateliers in der Nähe von Darmstadt, mit dem Blick auf die Bergstrasse, wurde der Melibokus für diese Periode der Hausberg. Wie Paul Cezanne den Mont St. Victoire, so begeisterten mich die wechselnden Stimmungen an der Bergstrasse und der Blick auf den höchsten Berg der Nordecke des Odenwaldes.

Monatsbild Mai 2014

Aquarell
1974
 

Ein Rückblick: Landschaften

Über viele Jahre blieb die Landschaft mein Hauptinteressengebiet. Durch das Studium der Höhlenmalerei kam ich in die Höhlenforschung und damit in die Regionen von Geologie und Karstkunde; durch die Fliegerei an die Wetterkunde. Das brachte mir einen völlig neuen Zugang zum Verständnis einer Landschaft und deren Atmosphäre, der ich mit allen möglichen Techniken zu Leibe rückte. Ob Provence, Alpen, England / Schottland oder später auch Skandinavien, das Werden, die Geschichte und die Stimmung des Raumes bildeten stets den Ausgangspunkt der Arbeit. Auch die Heimat wurde nicht vergessen. Hier einige Beispiele bis 1974:

Ein Rückblick: eine Zeit des Suchens

Unter dem Eindruck modernistischer Malstile der damaligen Zeit quälte ich mich ohne Erfolg um „Gegenstandloses“.

Muse

Muse

Obwohl ich in Kassel Arbeiten von dem später von mir sehr geschätzten Fritz Winter kennen gelernt hatte, machte es nicht klick.

Gambenspieler

Gambenspieler

Diese Zeit des hilflosen Suchens endete für mich mit der Begegnung mit dem Werk Salvadore Dalis. Sein, wenn auch überspitzer Ausspruch: Gegenstandlose Malerei ist Dekorationsmalerei, brachte mich wieder zum Gegenstand zurück.

toter Falke

toter Falke

Den Weg zum „nur Farbbild“ fand ich erst Jahre später. Eine Reise nach Cadaques brachte mir sogar eine kurze Begegnung mit dem Meister.

Cadaques Weinberge

Cadaques Weinberge

Ein Rückblick: Reisen

Reisen ab der 60iger Jahre führten mich zuerst nach Venedig, dann meist nach Frankreich. Hier waren es die Kultstätten der Eiszeit mit den bemalten Höhlen von Lascaux, Font de Gaume und der herrlichen Mammuthhöhlenkirche von Rouffignac. Malerisch locke mich aber die Provence und ich rückte ihr mit Aquarell meist aber mit Pastell auf den Leibe.

Burano

Burano

Burano

Burano

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Natürlich gab es auch Heimatliches aus Frankfurt und der Wetterau.
Das kleine Pastell Wetterau zeigt schon mehr den malerischen Stil der späteren Jahre.

Wetterau

Wetterau

Frankfurt am Main: Preungesheim

Frankfurt am Main: Preungesheim

Es entstanden z.T. formal gefasste Arbeiten, die noch unter dem Einfluß des Studiums und einem falsch verstandenen Kubismus standen. Die meisten unserer Lehrer hatten ja noch im Verständnis der „entarteten Kunst“ gelebt und waren wohl schlicht mit dem Stilwechsel überfordert.

Cadaques

Cadaques