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Archiv für linolschnitt

Ein Rückblick: das Dunkel birgt das Licht – oder – meine Liebe zu Kunstdruck

Sehr früh interessierte ich mich für künstlerische Handdruck – Techniken. Als erstes und einfachstes war es der Hochdruck, zuerst Linol- und dann Holzschnitt. Dabei lernt man dann, im Gegensatz zum Zeichnen und Schreiben mit dunkel auf hell beim Hochdruck das Licht darzustellen. Würde man es anders machen, so ergäbe es ein Negativ. Wie die Karos auf einem Schachbrett, entstehen die weißen Felder durch die Umrahmung von den Schwarzen und umgekehrt. Dieses Prinzip fällt vielen Menschen erst einmal schwer, ist aber der Schlüssel zur bildnerischen Gestaltung schlechthin, siehe Rembrandt!

Oder von mir.

für einen Gitarrenbauer

für einen Gitarrenbauer

Am Holzschnitt reizte mich vor allem aber die Struktur, die das Linoleum aber auch die gewöhnlich für den Holzschnitt gedachten Holzplatten nicht haben. Darum suche ich mir Bretter mit entsprechendem Faserverlauf, den ich durch abbrennen und Stahlbürste heraus arbeite bevor ich mit der Gestaltung anfangen kann. So entstanden eine Reihe von Arbeiten von denen hier ein Auswahl zu sehen ist.

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Die Techniken des künstlerischen Handdrucks

Grafik

Unter Grafik versteht man allgemein etwas das durch Druck vervielfältig wurde. Es gibt für den künstlerischen Handdruck den Hochdruck, z.B. Holz- oder Linolschnitt u.ä. den Tiefdruck, Kupferstich oder Radierung von Metallplatten oder ähnlichen harten Oberflächen, den Flachdruck, Lithografie oder Steindruck und den Siebdruck auch Serigrafie genannt.

Die von mir benutzten Techniken sind der Holzschnitt, wenige Kupferstiche und die Lithografie.

Die Lithographie.

Saxa loquuntur. Diese Flachdrucktechnik wurde von Alois Senefelder gegen Ende des 18. Jahrhunderts erfunden und war fast 150 Jahre die vorherrschende Drucktechnik. Mit dem Aufkommen des von ihr abgeleiteten Offset-Druckes und heutiger elektronischer Druckverfahren, wird sie nur noch von Künstlern benutzt.

Das Verfahren ist an sich sehr einfach und beruht auf dem Gegensatz von Wasser und Fett. Das Problem liegt im Detail. Der Solnhofer Kalstein wird plangeschliffen je nach Wunsch gröber oder feiner. DAnn ist die Fläche bereit Fett in Form von Lithokreide oder Lithotusche auf zu nehmen. Mit Gummiarabikum und Schwefelsäure wird der Zustand fixiert. Über den gefeuchteten Stein wird die ölhaltige Druckfarbe gewalzt und bleibt an den fetten, d.H. bearbeiteten Stellen hängen. Nach dem Trocknen des Steines wird der Druckkarton aufgelegt und in einer Reiberpresse gedruckt. Diese Technik bietet viele Möglichkeiten, man kann wegnehmen, dazu setzen, positiv oder negativ arbeiten. Klassisch ist die Kreidezeichnung, sie wurde von vielen Künstlern benutzt, doch auch Tusche mit Feder oder Pinsel ist ein geeignetes Medium. Sehr schön sind die Schabarbeiten von Menzel. Dabei wird der Stein schwarz eingefärbt und dann die Zeichnung heraus geschabt. eine Technik die auch ich sehr schätze.

Bornholm.05-70 Schablitho

Bornholm.05-70 Schablitho

Durchblick, 08-37, Kreidelitho

Durchblick, 08-37, Kreidelitho

Die Mühle von Alphons Daudet, 92-46, Tuschelitho

Die Mühle von Alphons Daudet, 92-46, Tuschelitho