De lütt Werkstatt-Galerie

…ein Ort für Kunst und lernen

Archiv für Künstlerleben

Kleine Anekdoten …

… aus dem Leben eines weder berühmten noch berüchtigten Künstlers

[..Teil 1..] – [..Teil 2..] – [..Teil 3..] – [..Teil 4..] – [..Teil 5..][.. Teil 6 ..][..Teil 7..] – [..Teil 8..]

Einmal in meinem Leben gelang es mir sogar die Bundesregierung mit meinem Anliegen zu beschäftigen. Ich war neu im Emsland und es war Bundestagswahlkampf. Also schrieb ich an den Kandidaten unseres Wahlkreises, einen sehr bekannten Politiker und machte ihn mit dem leidigen Problem der Besteuerung vertraut. Im Gegensatz zu den Landradskandidaten, die ich einige Jahre später kontaktierte, denn der eine antwortete gar nicht, er wußte , dass er keine Chance hatte und der andere war sich sicher und vertröstete mich auf den St. Nimmerleinstag, erhielt ich eine freundliche Antwort, die Sache würde bearbeitet. Längere Zeit später erhielt ich die interminsterielle Korrespondens mit Lieber Norbert, lieber Theo … und dann vom Ministerium für Finanzen eine Kopie des Paragraphen, die Gewinnerzielungsabsicht bei Freiberuflern betreffend. Man sieht, die Politik hat doch Interesses an uns Künstlern!

 

… wird fortgesetzt!

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Kleine Anekdoten …

… aus dem Leben eines weder berühmten noch berüchtigten Künstlers

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Als ich Mitte der Neunziger ins Emsland kam, fuhr ich viel umher, um die neue Heimat kennen zu lernen. Dabei machte ich auch einmal eine Werksführung bei einer großen international bekannten Fabrik und war von der Atmosphäre angetan. In einem Gespräch mit dem damaligen Direktor des Schloßes Clemenswerth erwähnte ich dies und erhielt den Rat, da ihm der Chef des Hauses gut bekannt war, beim diesem einfach mal nach zu fragen. Denn der würde mir sicher den Weg öffnen – im Rahmen der Möglichkeiten – dort ein paar Skizzen auf dem Werksgelände zu machen. Gesagt getan und auf meine höflichen Brief erhielt ich eine Email des Pressechefs der Firma, worin mir mit lakonischen Worten mitgeteilt wurde, dass man keinen Bedarf an malerischen Impressionen hätte und auch in Zukunft keine haben würde. Auf meine Erklärung, dass ich beileibe nichts zu Verkaufen suche, sondern nur für mich einmal dort malen möchte, erhielt ich nie eine Antwort.

Nun stellte sich etliche Jahre später heraus, dass es so ernst nun doch nicht gemeint war, denn ein international bekannter Kollege malte dann dort : malerische Impressionen und der Pressechef lies sich mit Werk und Künstler für die Presse ablichten. Sage nie nie.

 

 

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Da kam vor vielen Jahren eine Dame, mit Chauffeur im Wagen der mittleren Oberklasse und super gestylt in die Ausstellung. War voll des Lobes, dass dem Maler drob das Herz schwoll. Nach vielen langen Reden, die ihr Kunstverständnis dokumentieren sollten, blieb sie am Ende vor einer kleinen Grafik im aller untersten Preisbereich stehen und brach in wahre Verzückung aus. Dies genau wäre ihr Bild, so etwas beeindruckendes hätte sie noch nie gesehen und hätte es lieber heute als morgen an ihrer Wand hängen, ABER leider wäre es ja schon verkauft. Der Künstler konnte sie jedoch beruhigen, denn von der Auflage von 20 Blatt wären noch 19 zu haben. Ach, rief da die Dame, wenn das so ist, ja dann muß ich doch mal mit meinen Mann darüber sprechen!!

 

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Neulich sagte eine Dame zum Maler vor einem kleinen Werk mit angemessenem Preis:„ Wie lange haben sie denn daran gearbeitet?“
Antwortete der Maler:„ So lange wie ein Musiker braucht, um den Minutenwalzer von Chopin zu spielen!“

Doch es gibt noch eine andere Antwort auf diese Frage. Der Kaiser von China beauftragte seinen Hofmaler ihm einen Hahn zu malen. Nach langer Zeit des Wartens, wurde ein Bote zum Maler geschickt und kam mit der Antwort zurück, der Auftrag sei in Arbeit. Schließlich machte sich der hohe Herr selbst auf den Weg und ließ sich in der Sänfte zum Maler tragen. Dieser begrüßte ihn in aller Unterwürfigkeit und sagte: „Ach ja, der Hahn!“. Er ging an seinen Papierschrank und wählte aus dem Stapel das edelste Blatt aus. So dann rieb er seine edelste und kostbarste Tusche an und wählte unter seinen vielen Pinseln den ihm am besten scheinende aus und begann einen Hahn zu malen. Der Kaiser sah voller Bewunderung zu und als das Bild fertig war, konnte er sich nicht zurückhalten und lobte den Meister über alles. Dann fragte er ihn: ¨Aber sag einmal, du hast bestimmt den herrlichsten Hahn gemalt, den je ein Maler geschaffen hat und dies in recht kurzer Zeit, Warum ließest du mich denn so lange darauf warten?“ Darauf bat der Maler den Kaiser in ein Nebengemach das voller Truhen und Schränke stand und öffnete den ersten. Er war voll mit Skizzen und Bildern von Hähnen. Von vorn, von hinten, oben unten, beim Schlafen, beim Kratzen, kurz in allen möglichen Stellungen. Aber nicht nur die eine Truhe war voll damit, sondern alle Schränke und Truhen. Viele Jahre hatte der Meister Hähne studiert, um schließlich ein Meisterwerk zu schaffen!

Man kann das auch kürzer sagen: Üben hilft leider doch!

 

 

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Die Fotografie hat uns Maler von der Pflicht des Portraitmalens befreit, denn das ist zwar immer noch ein interessantes Gebiet, aber auch mit Glatteis besetzt. Jeder hat sein „Bild“ von sich im Kopf, egal wie er aussieht und dies gilt es zu treffen. So sagte einst Max Liebermann zu einer Dame der Berliner Gesellschaft auf Ihre Beschwerde: „Aber Herr Professor, det sieht ma ja janich ähnlich!“

lakonisch: „Wissen se wat! Det is viel ähnlicher als se aussehen!“

 

 

… wird fortgesetzt!

 

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Die Fotografie hat uns Maler von der Pflicht des Portraitmalens befreit, denn das ist zwar immer noch ein interessantes Gebiet, aber auch mit Glatteis besetzt. Jeder hat sein „Bild“ von sich im Kopf, egal wie er aussieht und dies gilt es zu treffen. So sagte einst Max Liebermann zu einer Dame der Berliner Gesellschaft auf Ihre Beschwerde: „Aber Herr Professor, det sieht ma ja janich ähnlich!“

lakonisch: „Wissen se wat! Det is viel ähnlicher als se aussehen!“

Neulich sagte eine Dame zum Maler vor einem kleinen Werk mit angemessenem Preis:„ Wie lange haben sie denn daran gearbeitet?“
Antwortete der Maler:„ So lange wie ein Musiker braucht, um den Minutenwalzer von Chopin zu spielen!“

 

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Doch auch die Bambini von Cortelazzo und Jeselo freuten sich über den pittore tedeschi und auch ein emsländischer Landwirt, den ich im Auto ein Stück mitnahm sagte: Welche Ehre, bei einem Künstler im Auto!!

Da gingen die Finanzbeamten etwas prosaischer vor. Wegen nicht erkennbarer Gewinnerzielungsabsicht ( wie gern hätte ich viel verdient) stand ich immer wieder in Gefahr meinen Berufsstatus und damit auch die Sozialversicherung zu verlieren. So versuchte ich einst einem verdienten Mitarbeiter der OFD Frankfurt zu erklären, daß ich mich im Gegensatz zu normalen Geschäftsleuten nicht auf den Markt einstellen könnte, worauf er das probate Mittel erklärte: „Ei, hosche se, wenn se Schreiner sent on Stühlscher mache und die nicht los wädde, dann misse se ebe Tischscher mache!“
So einfach ist das. Ich entzog mich mehrmals der Misere durch Flucht in ein anderes Bundesland.

 

… wird fortgesetzt!